Traumhafte Landschaft am Kisbalaton



Drei neue Reviere!

Das Interesse an meinen Angeboten in Ungarn ist deutlich angestiegen. Deshalb habe ich mit Jagdleiter Tamás speziell für die Hirschbrunft nach neuen Revieren in der Region um Zalakaros Ausschau gehalten. Wir sind rasch fündig geworden. Schweizer Jäger/innen sind willkommene Jagdgäste und geniessen allgemein einen guten Ruf; sie sind jagdlich seriös ausgebildet, schiessen zielsicher, jagen gerne auf starke Hirsche und es gibt keine Probleme bei der Abrechnung.

Die erstmalige Zusammenarbeit mit den drei neuen Revieren hat sich in den beiden Brunftwochen bewährt. Vier Schweizer Jäger erlegten auf ihren Pirschgängen sieben Brunfthirsche. Alle Reviertreffpunkte sind ab unserem Basisort Zalakaros innert 15 Minuten mit dem PW erreichbar.

Somit kommen neu fast 20'000 Hektaren Revierfläche dazu und meine Jäger/innen können nun in sechs Revieren südlich und nördlich des kleinen Balaton die Jagd ausüben. Ich werde mir bis zur nächsten Hirschbrunft entprechend Zeit nehmen, um Jagdgebiet und Jagdführer der neuen Reviere möglichst rasch kennenzulernen.

Roli Strähl, 24. September 2021



Hirschbrunft 04. - 18. September 2021

Endlich geht es los! Die Vorfreude auf die Brunftjagd war Anfang September bei den angemeldeten Jägern deutlich zu spüren. Zwei Jagdwochen für 5 / 4 Jäger waren vor Ort in Ungarn reserviert; die anreisenden Jagdkameraden wurden auf vier Reviere aufgeteilt (Hühnertal, Kisbalaton, Pat, Simonyi).

In Ungarn herrschte noch immer Hochsommer mit täglichen Badewettertemperaturen, jedoch nach Sonnenuntergang und während den Nächten wurde es merklich kühler. Bereits am Anreisetag stellten wir erfreut fest: die Brunft ist schon in vollem Gange. Das vielstimmige Röhren war sogar in der Nacht aus unseren Zimmern in der Pension Friskó, mitten im Städtchen Zalakaros, deutlich zu hören.

Diese erste Jagdwoche brachte für alle Jagdkameraden vielerlei Erlebnisse in Ungarns herrlicher Natur. Guter Anblick mit Rehwild, Sauen, Fasan, Fuchs, Hase und - natürlich immer wieder Rotwild. Stiere aller Grössen und Altersklassen auf Schrotschussdistanz - aber auch für eine sichere Kugel unerreichbar entfernt. Austretendes Kahlwild, Alttier mit Kalb und Tier liessen den Puls oftmals schlagartig anschnellen: denn der Hirsch kommt meistens unmittelbar hinterher....aber nicht immer!!

Wie üblich waren  teilweise sehr emotionale Erlebnisse zu verarbeiten, wenn Hirschjäger bei der Rückkehr in unsere Homebase mit einem breiten Lachen im Gesicht oder kopfschüttelnd und niedergeschlagen einrückten. Bei manchen Kameraden war der Jagderfolg sehr schnell da und dann gibt es halt immer wieder Einzelne, deren Geduld arg strapaziert wird! Wie auch immer, es hatte sich schlussendlich für alle gelohnt. Acht Stiere wurden erlegt, besser kann es wirklich nicht laufen.

Die zweite Woche mit 4 Jägern verlief praktisch identisch: herrliches Wetter, vielerlei Anblick und weitgehend der gewünschte Erfolg. Im neuen Revier Pat kamen zwei Kameraden zum Schuss, drei Stiere lagen im Feuer. Beim ehemaligen Stausee von Zalamerenye wurde nach einem nervenaufreibenden Missverständnis zwischen Jagdführer und Jagdgast am Folgetag der gesuchte Hirsch doch noch erlegt. Ein prächtiger, kurzstangiger aber starker Recke, genau im gewünschten Trophäengewicht. Nur unser Bündner Jagdkamerad musste am Samstagmorgen leider ohne Abschuss zurückreisen, zwar hatte er immer wieder Anblick, aber kein Stier in der gewünschten Gewichtsklasse wollte ihm zustehen; ein Kapitaler mit 12 Kilo war dann doch etwas zu stark. Nächstes mal wird der Erfolg da sein!

Mit 12 erlegten Stieren waren die beiden Brunftwochen sehr erfolgreich und die Schützen hochzufrieden. Die Konsequenz - es wurde fleissig für die beiden nächsten Jahre wieder gebucht. Der Grossteil der Trophäen liegt zwischen 7 und 9 kg, die Mittelklasse in den beteiligten Hochwildrevieren.

Jagd vorbei, ich freue mich auf die weitgehend ausverkaufte Hirschbrunft 2022! Weidmannsheil und Weidmannsdank allen mitreisenden Jagdkameraden.

Roli Strähl, 20. September 2021



Corona- Brunft 2020

Das Wirrwarr nach der Grenzschliessung vom 01. September war perfekt. Bereits zwei Tage später wurden erste Informationen herumgereicht, dass Jäger doch noch einreisen dürfen. Und siehe da, mit einem kleinen Trick; Jagd = Business, war es am 5. September soweit. Mit Jagdeinladung und gültigem Vertrag durften Jagdgäste plötzlich wieder ins Land, allerdings nur bei bezeichneten Grenzübergängen.

Rasch war alles organisiert und am 6. September nahmen wir den Weg nach Zalakaros unter die Räder. Der Grenzübertritt am frühen Montagmorgen verlief problemlos - und unsere kleine Gruppe mit 3 Jägern und einer Begleiterin war drin; freudig und hochmotiviert fuhren wir die restlichen zwei Stunden bis nach Zalakaros.

Noch nie in den 18 Jahren habe ich eine solche Hitzebrunft erlebt, täglich Temperaturen bis 31 Grad. Nachts hat es kaum unter 15 Grad abgekühlt und eigentlich hätten wir in Shorts und T-Shirt jagen können. Entsprechend schlecht haben die Stiere gemeldet, wir erlebten eine sehr passive Brunft mit wenig Röhren und kaum Austritt bei Tageslicht. Das machte es für Jagdbegleiter und Jäger ausserordentlich schwierig! Trotzdem fielen vier Hirsche; zwei mit über 8 kg, einer mit knapp 6 kg sowie ein geringer Abschusshirsch. Am vorletzten Morgen wurde ein starker Stier nur knapp verpasst weil beim Angehen leider der Wind kreiselte. Egal, wir waren glücklich und zufrieden.

Während unserer Zeit im Hühnertal erreichte uns von einem österreichischen Jagdgast die Meldung, dass Orban am Freitag die Grenze bereits wieder dicht gemacht hatte. Uns war es egal und ein weiterer Grund nochmals anzustossen; wir waren drin im Land und herauskommen war eh kein Problem. Ich hoffe natürlich, das nächstes Jahr eine Coronafreie Brunft möglich sein wird. Grundsätzlich sind alle Plätze bereits ausgebucht, viele Jäger haben sich schon vor Monaten angemeldet. Bei Interesse bitte rasch mit mir Kontakt aufnehmen.

Weidmannsheil und Weidmannsdank.

 

Roli Strähl, 18.Sept.2020



Januarjagd 2020

Vielleicht war es für mehrere Jahre die letzte Winterjagd?! Die weiterhin voranschreitende ASP in Ungarn zeichnet ein düsteres Bild für die Schwarzwildjagd, nur noch wenige Komitate sind ASP-frei. Nächstes Jahr wird es darum keine Winterjagd geben, kommt die ASP flächendeckend dürfte es etwa 5 Jahre gehen, bis wieder bejagbare Sauenbestände da sind.

Es war wettermässig eine schöne Woche, leider kamen die kalten Temperaturen einige Tage zu spät. Nur ein einziger Rotwildabschuss zeigt dies deutlich; wenigstens waren die Sauen etwas aktiver. Die Futterplätze wurden vom Schalenwild sehr unterschiedlich angenommen und der Jagderfolg war nicht in allen Revieren gut.

In Zalakomár und Hühnertal wurde erfolgreich gejagt, Kisbalaton enttäuschte leider auf der ganzen Linie. Das eigentlich hervorragende Revier wird momentan schlecht geführt und hat deutlich zu hohen Jagddruck. Die Futterplätze waren entweder nicht beschickt oder die Automaten streuten leer. So wird es von meiner Seite her keine Jagden mehr geben!

Trotzdem war es eine spannende Woche mit vielen Jagderlebnissen und halt unterschiedlichem persönlichen Jagderfolg. Sie wird als ausgesprochene Keilerwoche in Erinnerung bleiben.

Weidmannsdank und Weidmannsheil!

Roli Strähl, Januar 2020



"Maximaljagd" und Trophäenlieferung

  1. Grundsätzlich gilt während der Hirschbrunft die "Maximaljagd". Der Gast unterschreibt im Revier einen Jagdvertrag mit seiner gewünschten Trophäenstärke, mit Angabe eines Maximalgewichtes. Zum Beispiel: Trophäenstärke bis 9.0 kg. Bei einem Abschuss sind maximal diese 9 kg zu bezahlen, auch wenn die Trophäe schwerer sein sollte. Es wird also für den Jagdgast nie teurer, sondern nur billiger!
  2. Während der Brunft ist die untere Grenze der Maximaljagd, Trophäenstärke 8.0 kg. Dafür steht im Revier die Mittelklasse, rund 50% der an der Brunft teilnehmenden Stiere haben eine Trophäe mit dieser Stärke. Auf dieses Gewicht muss mindestens gejagt werden, dessen muss sich der interessierte Jagdgast bewusst sein! Trotzdem kann es  möglich sein einen Hirsch unter 8 kg zu erlegen; nämlich dann wenn ihn der Pirschführer freigibt und der Jagdgast ihn auch schiessen will! Jägerinnen oder Jäger welche Hirsche  mit schwächeren Trophäen erlegen wollen, können nach Wunsch und Absprache ab Oktober bis Ende Januar auf Abschusshirsche jagen.
  3. Für präparierte Hirschtrophäen im grossen Schädel welche durch mich in die Schweiz transportiert und durch den oder die Erleger/in bei mir zu Hause abgeholt werden, verlange ich pauschal 50 CHF pro Trophäe.

Roli Strähl, 24. September 2018